Ökosystembasierte Transformation der Forstwirtschaft

Positionen, Dokumente, Medien

Die Forsttwirtschaft in Deutschland hat Tradition. Zu dieser Tradition gehörte stets Veränderung und Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen. Wir setzen uns dafür ein, dass moderne Forstwirtschaft unter Berücksichtigung aktueller Konzepte und Ergebnisse aus Ökosystemtheorie und -forschung betrieben wird.

Für den Wald ist dem Konzept eines ganzheitlichen Ökosystemmanagements zu folgen - statt einer einseitig betriebswirtschaftlich orientierten Forstwirtschaft, die sich den aus der Ökologie ergebenden Anforderungen widersetzt. Vielmehr sind Waldbewirtschaftung, Wildtiermanagement, die Förderung des Landschaftswasserhaushalts und Naturschutz zusammenzudenken.

Zu einem ganzheitlichen Wald-Ökosystemmanagement gehören die Beachtung aller vom Wald erbrachten Ökosystemleistungen, die Berücksichtigung der Tatsache, dass der Wald selbst lebendes und totes Holz für sein Funktionieren benötigt, die angemessene Beteiligung der Bevölkerung sowie das Anerkennen von Obergrenzen für die Nutzholzentnahme. Ausmaß und Praktiken der Waldbewirtschaftung müssen sich vorrangig an den – sich dynamisch verändernden - ökologischen Standortbedingungen und den hieraus erwachsenden Anforderungen orientieren und keinesfalls an Nachfrage, ökonomischer Effizienz bzw. verfügbarer Technik. Ein solches Waldökosystemmanagement schließt ein angemessenes Risikomanagement ein, um Produktions- und Ernteausfällen bzw. Waldverlusten durch Feuer, Sturm und Kalamitäten vorzubeugen.

ZDF-Beitrag zur aktuellen Gefährdung des Waldes und zur Notwendigkeit einer veränderten Bewirtschaftung (vom 30.10.2018)

+++ Dürrejahr 2018 +++

Zehn Empfehlungen zum Waldumbau und einer ökosystembasierten Transformation der Forstwirtschaft
Nach der außergewöhnlichen Dürre und Hitzeperiode des Sommers 2018 stehen die Waldökosysteme und auch die von ihrem Funktionieren abhängige Forstwirtschaft vor großen Herausforderungen. Allein die große Zahl von Bränden hat gezeigt, dass vor allem die Nadelholzmonokulturen ein riskantes Bewirtschaftungsmodell darstellen. Die stark geschwächten Wälder dürften zukünftig auch eine gesteigerte Verwundbarkeit gegenüber weiteren Extremereignissen wie etwa Stürmen sowie Schädlingen und Krankheiten aufweisen. Das Risiko von ökologischen und auch betriebs- bzw. volkswirtschaftlichen Schäden kann je nach Witterungsverlauf in den kommenden Jahren noch erheblich steigen. Es muss nunmehr endlich entschiedener auf Grundlage des verfügbaren Wissens gehandelt werden. Zehn Empfehlungen, d
Zehn_Empfehlungen_Waldökosystemmanagemen[...]
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Ten recommendations for forest restructuring and an ecosystem-based transformation of forest management
After the extraordinary drought and heat period of summer 2018, forest ecosystems and forest management, which depends on their functioning, face major challenges. The large number of fires alone has shown that coniferous monocultures in particular represent a risky management model. The severely weakened forests are also likely to show increased vulnerability to other extreme events such as storms, pests and diseases in the future. The risk of ecological, business and economic damage may increase considerably in the coming years, depending on weather conditions. It is now time to act more decisively on the basis of available Knowledge ...
Ten recommendations for the ecosystem-ba[...]
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Frankfurter Allgemeine Zeitung (3.9.2018): Unter allen Wipfeln ist keine Ruh von Pierre Ibisch
Um den Wald wird gestritten. Und damit um unser Land. Es geht um Ressourcen, Fläche und um unsere Verantwortung für die Natur. Große Aufgaben. Komplexe ökologische Zusammenhänge stören dabei leicht. Das ist höchst fahrlässig ...
Ibisch_Unter allen Wipfeln ist keine Ruh[...]
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+++ Von alten Wäldern lernen ... Fernsehberichte über unsere Forschungen zur Bedeutung von 'Urwäldern' und mikroklimatischen Untersuchungen in verschiedenen Waldbständen +++