Eberswalder Nachhaltigkeitsgesellschaft

Eberswalde Sustainability Society

Im Jahre 2013 feierten wir 300 Jahre Nachhaltigkeit - ein guter Anlass die Eberswalder Nachhaltigkeitsgesellschaft ins Leben zu rufen, die sich viermal im Jahr trifft, um aktuelle Themen nachhaltiger Entwicklung zu diskutieren. Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative der Hochschule für nachhaltige Eberswalde, vertreten durch Prof. Pierre Ibisch vom Centre for Econics and Ecosystem Management, die Stadt Eberswalde sowie die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

 

In 2013 we celebrated the 300 years anniversary of sustainability - a good reason to establish an Eberswalde Sustainability Society, which meets four times a year in order to discuss current topics related to sustainable development. It is a joint initiative of the Eberswalde University for Sustainable Development, represented by Pierre Ibisch with the Centre for Econics and Ecosystem Management, the city of Eberswalde, and Heinrich Boell Foundation Brandenburg. 

11. Veranstaltung. Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung

Dienstag, 13. Oktober 2015, 19 Uhr - Alte Forstakademie -  Unser Gast: Alfons Balmann 

Alfons Balmann (r.) mit Pierre Ibisch und Inka Thunecke

Die heutige Tierhaltung steht immer häufiger in der Kritik. Große Teile der Gesellschaft fordern zunehmend mehr Tierwohl ein, Landwirte stehen unter Druck, in Brandenburg startet das Volksbegehren gegen Massentierhaltung. Das kürzlich erschienene Gutachten des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz hält die aktuelle Praxis der Nutztierhaltung für nicht zukunftsfähig. Auf Basis umfangreicher Analysen entwickelten die Autoren Leitlinien und Empfehlungen für eine gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung.

 

Alfons Balmann ist Professor für Betriebs- und Strukturentwicklung im ländlichen Raum an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Direktor am Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) in Halle. Er ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Mitautor des Gutachtens.

Pierre Ibisch ist Direktor des Zentrums für Ökonik und Ökosystemmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Professor für Naturschutz hat eine der ersten Forschungsprofessuren der Hochschule inne und arbeitet zu "Ökosystembasierte nachhaltige Entwicklung".


Grußwort: Petra Stibane, Stadt Eberswalde

Moderation: Inka Thunecke, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

 

 

10. Veranstaltung. Beteiligt Euch! Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit

Dienstag, 26. Juni 2015, 19 Uhr - Amadeu-Antonio-Bürgerbildungszentrum -  Unser Gast: Jörg Sommer 

Jörg Sommer

Die angemessene Beteiligung von Bürger/innen an politischen Entscheidungsprozessen, von der kommunalen bis hin zur staatlichen und europäischen Ebene, ist auch in einer Demokratie keine Selbstverständlichkeit. Bürgerforen und Plattformen, Bürgerdialoge, Bürgerhaushalte, Bürgerwald … viele Instrumente und Ansätze werden erprobt. Erreichen sie eine wahrhaftige Beteiligung? Verbessern sie die Legitimation der Politik? Sollten die Bürger/innen mehr Beteiligung einfordern? Führt Bürgerbeteiligung zu nachhaltigeren Entscheidungen? In welchem Sinne nachhaltig? Und ist die Bürgerbeteiligung in Eberswalde auf einem guten Weg?

Jörg Sommer wurde im Mai 2014 aufgrund seiner Verdienste als Autor und Umweltschützer mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Er ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung und Mitherausgeber des Jahrbuchs Ökologie. Im Juni erscheint das von ihm herausgegebene ‚Kursbuch Bürgerbeteiligung‘.

Pierre Ibisch ist Direktor des Zentrums für Ökonik und Ökosystemmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Professor für Naturschutz hat eine der ersten Forschungsprofessuren der Hochschule inne und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel". Er ist auch Vorstandsmitglied der Deutschen Umweltstiftung.

Grußwort: Bellay Gatzlaff, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Eberswalde

Moderation: Inka Thunecke, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

 

 

9. Veranstaltung. Forests, forestry  & FSC: striving for sustainable timber production in Russia

Dienstag, 28. April 2015, 7pm Hörsaal, Alte Forstakademie, Schicklerstr. 3, 16225 Eberswalde – our guest: Tatjana Yanitskaya

Tatjana Yanitskaya, FSC Russia (photo: C. Nowicki)

Russia is one of the most forest-rich countries in the world. Recently, the vast Russian forests have come under pressure driven by global demand for timber as well as climate change and forest fires. The Forest Stewardship Council (FSC) is a global, not-for-profit organization dedicated to the promotion of responsible forest management worldwide. Consumers are expected to buy FSC-certified and labelled timber in order to promote environmentally appropriate, socially beneficial, and economically viable management of the world's forests. Is FSC certification a solution to the problems and threats to Russian forests? What is the current discourse and practice of sustainable forest management in Russia?

 

Tatiana Yanitskaya is certification manager and Deputy Director with the Russian National Office of the Forest Stewardship Council. She stays in Eberswalde to participate in a joint workshop with researchers from Eberswalde University for Sustainable Development and WWF Germany in order to evaluate the effectiveness of the sustainability label.

 

Pierre Ibisch is co-director of the Centre for Econics and Ecosystem Management at Eberswalde University for Sustainable Development. The professor for Nature Conservation holds one of the first research professorships in Brandenburg and works on 'Biodiversity and natural resource management under global change'.

 

Wälder, Forstwirtschaft & FSC: Bemühungen um nachhaltige Nutzholzproduktion in Russland

 

Russland ist eines der waldreichsten Länder der Welt. Allerdings bedrohen die globale Nachfrage nach Nutzholz, der Klimawandel und Waldbrände diese gewaltigen Wälder. Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine weltweit agierende Non-Profit-Organisation und widmet sich der Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft. Verbraucher/innen sollen FSC-zertifiziertes Nutzholz kaufen, welches auch so gekennzeichnet ist und somit umweltgerechtes, sozialverträgliches und wirtschaftliches Wald-Management fördern. Ist FSC eine Lösung für die bedrohten russischen Wälder? Wie gestaltet sich der aktuelle Diskurs bzw. das Wald-Management in Russland?

 

Tatiana Yanitskaya ist Certification Manager und stellvertretende Direktorin von FSC in Russland. Sie ist in Eberswalde, um in einem gemeinsamen Workshop mit Wissenschaftler/innen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung und dem WWF Deutschland die Effektivität des Nachhaltigkeitslabels zu evaluieren.

 

Pierre Ibisch ist Ko-Direktor des Zentrums für Ökonik und Ökosystemmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Professor für Naturschutz hat eine der ersten Forschungsprofessuren der Hochschule inne und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel".

 

Grußwort: Mattes Krüger, Stadtförster

 

Moderation: Inka Thunecke, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

 

Veranstaltungsort: Alte Forstakademie, Schicklerstr. 3, 16225 Eberswade

 

Die Gespräche und Diskussionen der Eberswalder Nachhaltigkeitsgesellschaft sind eine gemeinsame Veranstaltung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, der Stadt Eberswalde und der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg.

8. Veranstaltung.Was ist eigentlich der Sinn von "Entwicklung"?

Dienstag, 9. Dezember 2014, 19 Uhr  Hörsaal in der Alten Forstakademie, Schicklerstr. 3, Eberswalde - Unser Gast: Hartmut Ihne

Was ist eigentlich der Sinn von "Entwicklung"?
Hartmut Ihne im Gespräch mit Pierre Ibisch

 

Die Entwicklungspolitik befindet sich im Umbruch. Ihr Aufgabenfeld ist nicht mehr klar umrissen. Neue und  komplexe Herausforderungen fordern neue Strategien. Stellt Entwicklungspolitik heute eigentlich die richtigen Fragen und kann sie die richtigen Antworten geben? Was hat sich in den Jahrzehnten ihrer Existenz geändert und worin liegt Ihre Zukunft?


 

Prof. Dr. Hartmut Ihne ist Honorarprofessor der Hochschule für nachhaltige Entwicklung und  lehrt seit 1986 an verschiedenen Hochschulen Ethik, politische Philosophie, Entwicklungspolitik und Politikberatung. Er war u.a. als Büroleiter für internationale Zusammenarbeit beim Vorsitzenden des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Deutschen Bundestag und als Geschäftsführer der Zentren für Entwicklungsforschung (ZEF) und Europäische Integrationsforschung (ZEI) an der Universität Bonn tätig. Seit November 2008 ist er Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Er hat vielfältige Publikationen u.a. zu Global Governance, zur Entwicklungspolitik, zu Religion und Globalisierung verfasst und ist Mitherausgeber eines Standardwerkes zur Entwicklungspolitik.

 

Pierre Ibisch ist Ko-Direktor des Zentrums für Ökonik und Ökosystemmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Professor für Naturschutz hat eine der ersten Forschungsprofessuren der Hochschule inne und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel". 

 

Moderation: Inka Thunecke

Hartmut Ihne

7. Veranstaltung. Nachhaltigkeit: Schöner Gruß aus der Zukunft oder verwirrende Werbefloskel?

Dienstag, 7. Oktober 2014, 19:00 Uhr Hörsaal in der Alten Forstakademie, Schicklerstr. 3 in Eberswalde - Unser Gast: Michael Bauchmüller

Ohne Nachhaltigkeit geht heute kaum mehr etwas. Die nachhaltige Waldwirtschaft, die darauf abzielt, nicht mehr zu ernten als nachwächst, ist nicht mehr allein. Ganze 68-mal taucht das Wort im aktuellen Koalitionsvertrag von Union und SPD auf. Alles soll demnach nachhaltig sein: Entwicklung, Verkehrsinfrastruktur, Rohstoffpolitik, Landwirtschaft, Sozialsysteme …ja selbst das Wirtschaftswachstum. Die Grünen ‚tun‘ es, die Kirchen und DAX-Konzerne auch - die Eberswalder Hochschule sowieso. Wird das Konzept dadurch diskreditiert, dass jeder meint, nachhaltig sein zu müssen, ? Wie wird in der journalistischen Berichterstattung mit dem Begriff umgegangen und wie attraktiv ist das Thema eigentlich für die Medien? Wie bleibt Nachhaltigkeit ein aussagekräftiges Konzept und wird nicht zu einer Werbefloskel?


 

Michael Bauchmüller, Diplom-Volkswirt, ist Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Berlin mit den Schwerpunkten Energie-, Umwelt- und Entwicklungspolitik. Als Autor setzt er sich differenziert mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. "Berichterstattung über Nachhaltigkeit ist eine Zerreißprobe für Journalisten. Die Zeit drängt, und es mangelt nicht an alternativen Konzepten. Trotzdem kommt die Nachhaltigkeit in der öffentlichen Debatte oft daher wie eine nette Mode, wie ein Placebo für Taten. Hier als Journalist nicht locker zu lassen, verlangt echte Ausdauer."

 

Pierre Ibisch ist Direktor des Zentrums für Ökonik und Ökosystemmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Professor für Naturschutz hat eine der ersten Forschungsprofessuren der Hochschule inne und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel".

 

Begrüßung durch Friedhelm Boginski, Bürgermeister der Stadt Eberswalde.

 

Moderation: Inka Thunecke.

Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung

6. Veranstaltung. Klimawandelmüde? Herausforderungen für die Klimapolitik in einer unruhigen Welt

Dienstag, 24. Juni 2014, 19:00 Uhr 19:00 Hörsaal in der Alten Forstakademie, Schicklerstr. 3 in Eberswalde - Unser Gast: Christoph Bals

Internationale Klimapolitik – gibt es die noch? Seit der Verhandlungsschlappe 2009 in Kopenhagen und nach einem lautlosen Gipfel in Warschau haben viele Menschen den Glauben an internationale Klimaverhandlungen verloren. Der neue Weltklimabericht drängt erneut zum Handeln, gleichzeitig muss sich Klimapolitik im Kontext anderer Krisen behaupten, die viel dringlicher erscheinen. Immer weniger Klimawandelskeptiker/innen leugnen dessen Existenz; aber einzelne Wissenschaftler/innen behaupten in den Medien, die Klimawandelfolgen seien beherrschbar. Wissen wir zu wenig über den Klimawandel? Wie geht es weiter? Werden neuen Formen der Klimapolitik benötigt?

 

Christoph Bals ist politischer Geschäftsführer und Gründungsmitglied von Germanwatch e.V. Seit 1995 war er aktiv an den UNFCCC Klimaverhandlungen beteiligt und führte verschiedene erfolgreiche Kampagnen an (Rio Konkret, Klimaverantwortungskampagne).

 

Pierre Ibisch ist Direktor des Zentrums für Ökonik und Ökosystemmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Professor für Naturschutz hat eine der ersten Forschungsprofessuren der Hochschule inne und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel".

 

Moderation: Inka Thunecke, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

5. Veranstaltung: Damit gutes Leben einfacher wird. Suffizienzpolitik

Dienstag, 15.4.2014, 19:00 Hörsaal in der Alten Forstakademie, Schicklerstr. 3 in Eberswalde - Unser Gast: Angelika Zahrnt

Um den Energie- und Ressourcenverbrauch unserer Gesellschaft zu senken, muss die Öko-Avantgarde in eine Massenbewegung transformiert werden. Hierzu bedarf es einer Suffizienzpolitik, einer Fokussierung auf wirksame Strategien, die gutes und maßvolles Leben einfacher machen. Doch wie gelingt es, diese Idee des Maßhaltens in ein politisches Programm zu überführen und zu zeigen, wie es sich ohne Bevormundung oder gar totalitären Zwang in politische Praxis übersetzen lässt? Ein Gespräch mit Pierre Ibisch.
 

Angelika Zahrnt ist Naturschützerin und Volkswirtin, Ehrenvorsitzende des BUND und gehörte von 2001 bis 2013 dem Rat für Nachhaltige Entwicklung an. Sie ist Autorin des Buches „Damit gutes Leben einfacher wird: Perspektiven einer Suffizienzpolitik“.

 

Pierre Ibisch ist Direktor des Zentrums für Ökonik und Ökosystemmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Professor für Naturschutz hat eine der ersten Forschungsprofessuren der Hochschule inne und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel".
 

 

Moderation: Inka Thunecke, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
 
 

4. Veranstaltung: Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand

Dienstag, 10.12.2013, 19:00 Hörsaal in der Alten Forstakademie, Schicklerstr. 3 in Eberswalde - Unser Gast: Harald Welzer

Wie gewinnt man Zukunftsfähigkeit zurück? Wie lässt sich der zivilisatorische Standard der Moderne erhalten und zugleich die Ressourcenübernutzung radikal zurückfahren? Was ist hinnehmbar und was bedarf des Widerstands? Harald Welzers Buch ist ein Plädoyer dafür, alte Denkmuster hinter sich zu lassen, mentale Infrastrukturen zu verändern und sich selbst wieder ernst zu nehmen, selbst zu denken und Handlungsspielräume zu erweitern. „Wie Ihr Widerstand aussieht, hängt von Ihren Möglichkeiten ab. Und von dem, was Ihnen Spaß macht“. Ein Gespräch mit Pierre Ibisch.

 

Harald Welzer, ist Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität Sankt Gallen. Er ist Autor des Buches „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“.

 

Pierre Ibisch ist Professor für Naturschutz an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Seit 2009 ist er einer der ersten Forschungsprofessoren der Hochschule und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel".

Grußwort: Anne Fellner, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Eberswalde

 

Moderation: Inka Thunecke, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

 

Harald Welzer, Inka Thunecke und Pierre Ibisch (Fotos: Christoph Nowicki).

3. Veranstaltung: Naturschutz ... kein Thema!?

Dienstag, 15.10.2013, 19:00 Uhr Hörsaal in der Alten Forstakademie, Schicklerstr. 3 in Eberswalde Unser Gast: Jörg-Andreas Krüger, WWF Deutschland

Jörg-Andreas Krüger und Inka Thunecke (Foto: C. Nowicki).
Naturschutz ... kein Thema - Einladung
Eberswalder NGGes_EN_15Okt13_Naturschutz[...]
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Naturschutz hat in Deutschland eine lange Geschichte. Ursprünglich war er eine Antwort romantischer Künstler und besorgter Bürger auf die ersten erkennbaren Folgen der Industrialisierung, reifte aber rasch auch als wissenschaftliches Konzept und wurde schließlich in Gesetzgebung und Verwaltung umfassend berücksichtigt. In der öffentlichen Wahrnehmung blieb der Naturschutz ein tendenziell romantischer Nischenansatz, welcher allenfalls gelegentlich als Entwicklungsverhinderer größere Aufmerksamkeit erhält.

 

Im Jahre 1992 ergaben sich im Rahmen des Erdgipfels in Rio de Janeiro wichtige internationale Impulse; Naturschutz wurde zusehends als zentrales Element der nachhaltigen Entwicklung angesehen. Wichtige internationale Ziele wurden bislang aber verfehlt. Wie steht es um die Erfolge des Naturschutzes der vergangenen Jahrzehnte? Warum spielt Naturschutz in der Bundespolitik keine gewichtige Rolle, obgleich doch das menschliche Wohlergehen von funktionstüchtigen Ökosystemen abhängt? Ist unsere von der Natur entkoppelte Gesellschaft überhaupt hinreichend an den natürlichen Lebensgrundlagen interessiert? Welche Rolle spielen dabei neue Medien und Technologie? Welche Themen stehen national und international auf der Agenda? Muss der Naturschutz professioneller werden und welche wären die entsprechende Anforderungen an Studierende, Absolventen und Institutionen?

 

Einige der Fragen, die Pierre Ibisch mit dem natur- und umweltpolitischen Experten Jörg-Andreas Krüger diskutieren wird. Eine Bestandsaufnahme und Positionsbestimmung des Naturschutzes.


Jörg-Andreas Krüger ist Fachbereichsleiter Biodiversität des WWF Deutschland. Seine Naturschutzwurzeln liegen Anfang der 1980er in einer Jugendgruppe beim Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV), dem heutigen NABU. Nach vielen Jahren im Ehrenamt, einer Ausbildung zum Verwaltungsbeamten, einer kurzen Zeit als persönlicher Mitarbeiter eines Landtagsabgeordneten und einem Studium der Landschaftsarchitektur gelang ihm im Jahr 1999 der Sprung in den hauptamtlichen Naturschutz in der NABU Landesgeschäftsstelle Niedersachsen. Von Ende 2004 bis Mitte 2013 leitete er dann den Fachbereich für Naturschutz und Umweltpolitik in der NABU-Bundesgeschäftsstelle und übernahm ab 2010 die Funktion als stellvertretender Bundesgeschäftsführer des NABU. Daneben engagierte er sich auch als Vorstandsmitglied der deutschen Arbeitsgruppe des Forest Stewardship Council (FSC), in den Nachhaltigkeits-Beiräten der REWE-Group sowie der Krombacher Brauerei und unterrichtete im Studiengang „Global Change Management“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung.

 

Pierre Ibisch ist Professor für Naturschutz an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Am Fachbereich für Wald und Umwelt war er u.a. als Dekan und als Gründungsleiter des internationalen Master-Studiengangs „Global Change Management“ tätig. Seit 2009 ist er einer der ersten Forschungsprofessoren der Hochschule und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel". Er ist Direktor des Zentrums für Ökonik und Ökosystemmanagement.

Moderation: Inka Thunecke, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

 

Die Gespräche und Diskussionen der Eberswalder Nachhaltigkeitsgesellschaft sind eine gemeinsame Veranstaltung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, der Stadt Eberswalde und der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg.

 

Der Eintritt ist frei.

 

 


 

Lars Waldmann (AGORA), Inka Thunecke und Pierre Ibisch.

2. Veranstaltung - 11. Juni 2013: Nachhaltige Energieversorgung – wie teuer ist sie wirklich?

 

Hohe Energiekosten sind derzeit ein Dauerthema in der Politik. Kürzlich deklarierten auf einem EU Gipfel die Staats und Regierungschefs die Senkung der Energiekosten als vorrangiges europäisches Ziel, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der krisengebeutelten EU Staaten, zu Lasten der Energiewende und des Umweltschutzes. Es scheint, der Erfolg der Energiewende steht und fällt, mit dem Preis des Stromes und mit dem unguten Gefühl, dass wir uns eine nachhaltige Energieversorgung nicht leisten können. Doch wie lassen sich die realen Kosten für Strom und Energie bestimmen? Müssen Ressourcen anders besteuert werden? Wie kann der Energiemarkt gestaltet werden? Wie sind die Rahmenbedingungen, die eine nachhaltige Energieversorgung möglich machen? Was genau bedeutet Nachhaltigkeit in der Energieversorgung? Diese und weitere Fragen diskutieren Pierre Ibisch von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und unser Gast Lars Waldmann von der AGORA Energiewende.


Lars Waldmann ist Projektleiter Netze und Speicher des Denk- und Politiklabors Agora Energiewende. Er war als Berater für Erneuerbare Energien in München sowie in Führungspositionen in unterschiedlichen Bereichen in der Photovoltaikindustrie tätig. Seit 2004 arbeitet er in zahlreichen Arbeitsgruppen in Industrie- und Solarverbänden sowohl auf deutscher als auch auf europäischer und internationaler Ebene.


Pierre Ibisch ist Professor für Naturschutz an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Am Fachbereich für Wald und Umwelt war er u.a. als Dekan und als Gründungsleiter des internationalen Master-Studiengangs „Global Change Management“ tätig. Seit 2009 ist er einer der ersten Forschungsprofessoren der Hochschule und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel".

 

Moderation: Inka Thunecke, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

Pierre Ibisch, Inka Thunecke und Ralf Fücks (Foto Christoph Nowicki).

1. Veranstaltung - 16. April 2013: Intelligent wachsen. Die grüne Revolution

 

In der ganzen Welt streben die Menschen nach Wohlstand, orientieren sich am europäischen und amerikanischen Modell von Arbeiten, Wohnen und Leben. Die aufstrebenden Ökonomien des Südens – China, Indien, Brasilien – haben ein beeindruckendes Tempo. Das entsprechende Wachstum wird die Grenzen unseres Planeten, die der Klimawandel, die Begrenztheit des Bodens und des Wassers setzt, schnell überfordern. Ein anderes Modell als Alternative zur traditionellen Ökonomie, eine neue grüne Revolution, ist notwendig. Ralf Fücks beschreibt in seinem Buch eine ökonomische grüne Perspektive und setzt zugleich auf ein anderes respektvolles und lernendes Verhältnis zur Natur. Seine Thesen stellt er im Gespräch mit Pierre Ibisch in Eberswalde zur Diskussion.

 

Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und ehemaliger 2. Bürgermeister in Bremen, publiziert in den großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen, in internationalen politischen Zeitschriften sowie im Internet zum Themenkreis Ökologie-Ökonomie, Politische Strategie, Europa und Internationale Politik.

 

Pierre Ibisch ist Professor für Naturschutz an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Am Fachbereich für Wald und Umwelt war er u.a. als Dekan und als Gründungsleiter des internationalen Master-Studiengangs „Global Change Management“ tätig. Seit 2009 ist er einer der ersten Forschungsprofessoren der Hochschule und arbeitet zu "Biodiversität und Naturressourcenmanagement im globalen Wandel".

 

Moderation: Inka Thunecke, Geschäftsführerin Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

 

Märkische Oderzeitung (8.4.13): Ralf Fücks stellt neues Buch vor

Der Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski bei seiner Ansprache anlässlich der Begründung der Eberswalder Nachhaltigkeitsgesellschaft am 16. April 2013 (Foto: Christoph Nowicki).
Begrüßung durch Wilhelm-Günther Vahrson, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (Foto: Christoph Nowicki).
Ralf Fücks (Foto: Christoph Nowicki).